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Infos > Dominikanische Republik
Der sekundäre Wirtschaftssektor:
Die Industrie der Dominikanischen Republik konzentrierte sich zunächst vorwiegend auf die Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Allen voran auf die von Zucker und seiner Nebenprodukte. Weiterhin auf die Getränke- und Lebensmittelherstellung, sowie die Herstellung chemischer Erzeugnisse, die Produktion von Textilien und Zement.
Von enormer Wichtigkeit für die Dominikanische Republik erwiesen sich in den letzten Jahren die sog. "Freien Produktionszonen" ("zona franca"), die de facto außerhalb der Volkswirtschaft halbfertige Erzeugnisse importieren, zu Fertigerzeugnissen weiterverarbeiten und diese wieder exportieren. Die Bedeutung der "Freien Produktionszonen" für die dominikanische Wirtschaft lässt sich aus folgendem Grund nur indirekt nachweisen. Lediglich die Löhne und Gehälter der dort Beschäftigten fließen in die Berechnung des BIP mit ein, nicht aber die Gewinne der dort tätigen Unternehmen. Ihre Zahl belief sich 1998 auf immerhin ca. 500 und bot rund 190.000 Menschen Arbeit. Weiterhin beanspruchten die "Freien Produktionszonen" ca. 37% aller Importe des Landes und machten 1998 über 82% des Exportes aus. Mit ein Grund weswegen sich dieser Anteil dermaßen vergrößern konnte, ist der im vorigen Abschnitt genannte Verfall der Rohstoffpreise der ehemaligen Hauptexportprodukte Zucker, Bauxit, usw.
Trotz dieses rasant gewachsenen Teils der dominikanischen Wirtschaft zeichnete sich schon 1998 eine beginnende Stagnation ab. Die Dominikanische Republik ergriff diesbezüglich die Initiative und versuchte zusammen mit anderen zentralamerikanischen Staaten Druck auf die US - Regierung auszuüben, mit dem Ziel eine Parität mit der mexikanischen Textilindustrie zu erlangen.
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