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Der tertiäre Wirtschaftssektor:
Wie sich aus den bereits genannten Beschäftigungszahlen ergibt, muss zwangsläufig der Großteil der Erwerbstätigen in diesem Sektor beschäftigt sein. Ihr Anteil in jenem Sektor beläuft sich auf geschätzte 40 - 45% im Jahr 1994. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass zu diesem Sektor auch Kleingewerbe, Schuhputzer, Straßenverkäufer, etc. gezählt werden. Diese Form der Arbeit dient gleichermaßen als eine Art Auffangbecken für Arbeitslose und stellte für viele städtische Familien der untersten sozialen Schicht die einzige Überlebenschance dar.
Trotz aller Widrigkeiten in den anderen Wirtschaftssektoren belief sich der durchschnittliche Zuwachs des BIP auf 7% in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre. Besonders hervorstechend sind die Zuwachsraten in Bereich der Bauwirtschaft (1996-99: Ø +17,1%), Kommunikation (1996-99: Ø +17.93%) und Hotels & Gaststätten (1996-99: Ø +11,23%). Diese Entwicklung geht hauptsächlich auf den Tourismus zurück, der sich seit den späten 1980er Jahren massiv ausgeweitet hat. Dieser Sektor wurde innerhalb relativ kurzer Zeit zu dem Hauptdevisenbringer des Landes.
Ein nicht zu verachtender Nachteil hierbei stellt die strukturelle Abhängigkeit von ausländischen Konjunkturlagen dar. Nahezu alle Touristen des Landes sind aus westlichen Industrienationen und bleiben logischerweise gerade dann aus, wenn sich die Konjunktursituation in deren Heimatländern verschlechtert. Insbesondere nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und der einsetzenden internationalen Wirtschaftsflaute erfolgte ein zunächst leichter Einbruch im Touristikgeschäft. So verringerte sich die Zahl der Touristen 2002 im Vergleich zu 2001 um immerhin 146.000 bzw. ca. 5%. Dabei handelte es sich vor allem um ausbleibende Touristen aus den USA.
Im ersten Halbjahr 2006 lag durchschnittliche Verweildauer der Touristen bei 9,5 Tagen, d.h. es gibt relativ viele Kurzurlauber aus den USA und Kanada (52%). Die Europäer (39% der Touristen) bleiben in der Regel zwei Wochen oder auch länger. Die Dominikanische Republik ist übrigens schon längst keine Billigdestination mehr: Ein Tourist gibt derzeit (Stand: 1. Halbjahr 2006) pro Tag etwa 107,- US$ aus. Das Preisniveau für Waren in Supermärkten liegt fast auf europäischem Niveau.
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